• Bericht: Globales Satelliten-Web verm├╝llt das All noch mehr
    Pl├Ąne zur Errichtung einer "Mega-Konstellation" aus tausenden von Satelliten, die zusammen ein weltumspannendes kabelloses Internet erm├Âglichen sollen, erh├Âhen das Risiko von Kollisionen im All und lassen ein gef├Ąhrlich dichtes Netz aus Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn entstehen.

    Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des britischen Luft- und Raumfahrttechnikers Hugh Lewis von der University of Southampton, die vor der Umsetzung entsprechender Ideen aus dem Hause von Google, SpaceX, Boeing oder Samsung warnt und ├╝ber die die Agentur Pressetext berichtet. In einer Simulation blickte er dabei gut 200 Jahre in die Zukunft und konnte zeigen, dass derart viele Satelliten das Risiko f├╝r "katastrophale Kollisionen" um 50 Prozent nach oben schnellen lassen w├╝rden.

    "Google, SpaceX, Boeing und Samsung sind nur einige der Namen von Unternehmen, die darum wetteifern, ein globales Breitband-Internet zu etablieren, indem sie tausende von winzigen Satelliten ins Weltall schie├čen", erkl├Ąrt Hugh Lewis bei der Pr├Ąsentation seiner Studienergebnisse im Rahmen der "7th European Conference on Space Debris", die derzeit im Zentrum der Europ├Ąischen Weltraumorganisation (ESA) in Darmstadt ├╝ber die B├╝hne geht. Der Luft- und Raumfahrtexperte hat in einer Computersimulation genau berechnet, welche "drastischen Konsequenzen" die Umsetzung von solchen Pl├Ąnen f├╝r den Erdorbit mit sich bringen w├╝rde.

    "Die Konstellationen, die schon ab dem n├Ąchsten Jahr f├╝r einen Start ins All vorgesehen sind, setzen sich aus einer bisher nicht dagewesenen Zahl von Satelliten zusammen. Wenn diese Konstellationen ohne gro├če ├ťberlegungen starten, werden wir einen deutlichen Effekt im Orbit zu sp├╝ren bekommen, weil es zu einer steigenden Zahl von Kollisionen kommen wird", stellt der Wissenschaftler klar. Mit jedem Zusammensto├č w├╝rde sich das Risiko dann noch weiter steigern. "Je mehr Weltallschrott dadurch entsteht, desto gr├Â├čer wird die Wahrscheinlichkeit weiterer Kollisionen und das Potenzial f├╝r Sch├Ąden an den Services, die diese Satelliten eigentlich bereitstellen wollen", so Lewis.

    Laut ESA-Angaben befinden sich aktuell rund 750.000 Objekte in einer erdnahen Umlaufbahn, die gr├Â├čer als ein Zentimeter sind. Damit stellt der Weltallschrott ein gewichtiges Problem dar, wenn es darum geht, neue Satelliten und Raumfahrzeuge in den Weltraum zu entsenden. Die im Orbit befindlichen Objekte bewegen sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 40.000 Kilometern pro Stunde. "Bei einem Zusammensto├č solcher Objekte wird etwa die Energie frei, die bei der Explosion einer Handgranate entsteht. Das kann potenziell ├Ąu├čerst dramatische Konsequenzen f├╝r Satelliten im Orbit haben", ist Lewis ├╝berzeugt. www.pressetext.com


    Thu, 20. Apr 2017




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